Die Kathedralen von Edinburgh
Neben dem Schloss verfügt Edinburgh über weitere sehr schöne Bauwerke: auffällig sind besonders die beiden großen Hauptkirchen, die anglikanische St. Giles Cathedral und die römisch-katholische St. Mary's Cathedral.
Insbesondere erstere gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und liegt mitten in der Altstadt.
Das heutige Gebäude wurde im 12. Jahrhundert begonnen, ein Vorgängerbau soll jedoch bereits im 9. Jahrhundert an dieser Stellen gestanden haben. 1385 kam es zu einem Brand, dessen Schäden jedoch bald repariert wurden. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte und Jahrhunderte kamen immer mehr Altäre und Kapellen dazu, die die heutige Kathedrale formten.
Anglikanisch wurde St. Giles im 16. Jahrhundert als die Reformation sich in Europa ausbreitete. Hundert Jahre später wurde die Kirche Bischofssitz. Heute ist dies nicht mehr, den Namen Kathedrale trägt sie jedoch nach wie vor.
St. Mary's Cathedral am Picardy Place ist dagegen die römisch-katholische Hauptkirche von Edinburgh. Nach der Reformation hatte die Zahl der Katholiken in Schottland natürlich rapide abgenommen, der Bau katholischer Kirchen war sogar lange Zeit verboten. Erst mit der beginnenden Industriellen Revolution nahm die Zahl katholischer Einwohner wieder zu, so dass bis 1814 eine neue Kirche gebaut wurde. Im Vergleich zur alten Stadtkirche St. Giles ist St. Mary's deutlich kleiner, jedoch als Kathedrale nun Sitz des katholischen Erzbischofs von Edinburgh.
